Band 3

Die musikalische Interpretation der Stücke folgt verschiedenen Vorbildern. In freieren Titeln mit Head-Arrangement sind deutliche Einflüsse der Band um Eddie Condon erkennbar. Voll-Arrangements orientieren sich an den Originalkompositionen. Aber – nie wird museale Traditionspflege mit bemühter Pseudoauthentizität präsentiert, nie eine Originalaufnahme Ton für Ton kopiert. Jeder Musiker bringt seine eigenen Stilelemente ein, die vom New Orleans Kid Ory’s , über den Dixieland von Peanuts Hucko (Rainer Sander), bis zum Swing von Roy Eldridge (Colin Dawson), Oscar Peterson (Thilo Wagner) und Gene Krupa und Sid Catlett (Gregor Beck) reichen. Andrey Lobanov und Thilo Wagner schwimmen stilistisch auch gerne mal im Mainstream mit. Die Mischung der Persönlichkeiten machts!

Die Arrangements, im Wesentlichen von Colin Dawson und Rainer Sander geschrieben, umfassen Kompositionen von Scott Joplin, Ferdinand Lemott „Jelly Roll“ Morton, Louis Armstrong, Thomas Wright „Fats“ Waller, Edward Kennedy „Duke“ Ellington, Benjamin David „Benny“ Goodman und vielen anderen. Beide Arrangeure haben ihre eigene Handschrift und interpretieren Titel aus der Zeit zwischen 1910 und 1940.